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04. Februar 2011 | Karriere | Keine Kommentare

Business Outfit entscheidet über Karriere

Im Dezember 2010 macht eine Schweizer Bank mit ihrem Dresscode für Ihre MitarbeiterInnen Schlagzeilen. Die Meinungen und Kommentare dazu waren durchwegs ablehnend.

Manchmal gehe ich durch die Stadt und überlege mir, welchen Beruf die Menschen, die mir begegnen wohl ausüben? Tendenziell komme ich zum Ergebnis - alles Privatiers.

Abgerissene Jeans, nein die nennen sich Vintage-Jeans, Stiefel bis ....., Haarfarben, bei denen jeder Papagei neidisch wäre, Piercings, Tatoos, Gel-Fingernägel, Rucksäcke statt Handtaschen - sind wohl alle auf zum Berg? - na klar, die tragen ja auch schon die Skijacken und Daunenmäntel - was machen diese Menschen beruflich? 

Ist doch alles modisch, werden manche aufschreien. Ja, aber Mode war noch nie karrieretauglich - außer für den gerade angesagten Designer.

Business-Outfit auf ReisenIch stimme der Schweizer Bank aus folgenden Überlegungen zu - Business ist Business und Freizeit ist Freizeit.

Sobald Sie - werte Leserinnen, werte Leser, Ihre Zehen in Flipflops stecken, verspüren Sie Strandfeeling. Mental sind Sie auf Freizeit eingestellt und nicht auf Arbeit.

Natürlich verschwimmen die Grenzen zwischen Erwerbsleben und Privatleben zusehends, umso wichtiger ist eine klare Trennung dieser Bereiche.

In meinen Vorträgen frage ich oft, ob es möglich wäre in Jeans und Turnschuhen in einer Fussballmannschaft mitzuspielen. Meist wird das lachend verneint. 
Und es stimmt, die Dress stellt uns mental auf die Sportart ein. Jede Sportart hat so ihre eigenen Dresscodes, sei es beim Tennis, Golf, Snowboarden, Skifahren, Radfahren. Für die Arbeitswelt wollen wir uns keinem Dresscode unterwerfen, obwohl dieser uns doch unterstützen würde, eine mentale Grenze zu ziehen?

Ein anderer Aspekt ist, dass die MitarbeiterInnen ein Aushängeschild für das Unternehmen sind, sie tragen zum Image bei. Ich persönlich habe wenig Vertrauen in Bankangestellte, die mir in Spaghettiträger und mit falschen Fingernägel irgendwelche Anlageprodukte anbieten wollen. Ich möchte auch nicht von einer Friseurin oder Kosmetikerin behandelt werden, deren Körperausdünstung nach Zigarettenrauch stinkt. Oder Verkaufspersonal im Lebenmittelbereich mit ungepflegten oder geltriefenden Haaren.

Ein persisches Sprichwort sagt: „Die Außenseite eines Menschen ist das Titelblatt des Innern.“